Auch in diesem Jahr ist die Hochschule Darmstadt, Fachbereich Architektur, gleich mit zwei Projekten am Osthang präsent. 


Studierende erarbeiten Interimskonzepte im kreativen Austausch

mit potentiellen Nutzern, Akteuren und Förderern, gleichzeitig wird die Auseinandersetzung mit experimentellem Bauen, Design und Möbelbau weitergeführt. Hierzu konnte der Fachbereich Architektur starke Partner gewinnen und spannende Kooperationen eingehen:


In Zusammenarbeit mit der Funktion Darmstadt und VITRA findet derzeit ein Designwettbewerb statt, der zum Ziel hat, ein ASRM Stadtmöbel zu entwickeln. Gutes Design, Verwendbarkeit im Innen- und Außenbereich und serielles Fertigen stehen hier im Vordergrund. Weiterhin sollen mit Studierenden der Universität Kassel und dem Fachbereich Gestaltung der H_DA frei gestaltete Arbeitsplätze auf dem Gelände, hängende Gärten und ein Infosystem entstehen, neben vielen anderen Ideen, an denen die Studierenden unter der Anweisung von Celine Scherer, Lehrbeauftragte an der H_da, und Prof. Markus Bader, Universität Kassel, arbeiten.

Die OHA Bar, von Studierenden des Fachbereichs Architektur betrieben, wurde bereits aktiviert und sorgt für Snacks und Getränke während der stattfindenden Veranstaltungen. Der Osthang und die kreativen Studierenden verschiedener Disziplinen sind mittlerweile zu einem untrennbaren Bild geworden. Schon im letzten Jahr hatten Studierende der h-da erfolgreich an der summerschool teilgenommen, das Gelände mit entwickelt und zusammen mit Gropperfilm Interviews geführt, gefilmt und dokumentiert. Nach Beendigung des Projekts hat der Architektursommer Darmstadt der Stadt Darmstadt dann kurzerhand ein neues Nachnutzungskonzept vorgeschlagen und die Hochschulen erneut als Kooperationspartner gewinnen können.

Weitere Informationen unter:
https://www.facebook.com/OHAOsthang
www.oha-osthang.tumblr.com
scherer@darmstaedter-architektursommer.de

Betreuung: Prof. Kerstin Schultz
LB Celine Scherer
Patin: Prof. Astrid Schmeing

Termine:

  • Präsentation und Jurysitzung des Designwettbewerbs am 22.7.15 um 14:00Uhr, Siegerehrung am 24.7. um 17:00 Uhr 
  • Einbindung der Main Hall und des Workshop Haus in die Werkschau und Diplomausstellung / Gesamtausstellung "unwrap" des Fachbereich Gestaltung vom 18.-22.7.15, Vernissage am 17.7.15 um 18:00 Uhr - Bauworkshop - parallel zur unwrap Ausstellung als performativer und experimenteller Beitrag. hda fba+fbg und Uni Kassel 17.7 -24.7.15Vernissage und Reopening Osthang am 24.7.15 um 18:00 Uhr 
  • ab 24.07.15 bis 04.10.15 begleitendes Programm aus den Bereichen Musik, Theater, Kunst, Film. Poetryslam, sing or Songwriter Konzerte, Installationskunst 
  • OHA Bar jeden Donnerstag After Work von 17:00 bis 22:00 Uhr


Presseartikel auf www.h-da.de
Weitere Bilder vom Bau und auf dem Hessentag

Studierende: Sebastian Bleifeld, Fabian Brück, Roberto Ersing, Benjamin Giar, Bas Kahlert, Matthias Kunick, Alexander Stolle 
Betreuung: Prof. Reichel


Architektur-Studierende der h_da entwerfen Prototyp


Es ist gut möglich, dass Försterinnen und Förster Tierbeobachtungen und weitere, länger andauernde Arbeiten im Wald einmal vom „Forst Mobil“ aus machen. Entworfen und umgesetzt haben das mobile Dienstzimmer für Förster Architektur-Studierende der Hochschule Darmstadt (h_da) ausgehend von einem Ideenwettbewerb in Kooperation mit Hessen-Forst. Der nun fertiggestellte, energie- und versorgungsautarke Prototyp aus Holz mit den Maßen eines Übersee-Containers kann mit einem üblichen LKW transportiert werden, ist voll funktionsfähig und  einsatzbereit.


Das „Forst Mobil“ ermöglicht Försterinnen und Förstern einen Aufenthalt im Wald von bis zu zwei Wochen am Stück. Solche längeren Aufenthalte können nötig werden, wenn es um intensive Tierbeobachtungen geht oder um die Bewältigung großer Orkanschäden. Wichtig ist es dann, lange Fahrten in entlegene Waldgebiete zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu begrenzen. Das „Forst Mobil“ lässt sich auf einem handelsüblichen LKW-Anhänger transportieren und ist  autark. Neben einem Arbeitsplatz gibt es einen Wohn-, Schlaf- und Hygienebereich. Eine Batterie und ein Ofen stellen die Versorgung mit Strom und Heizwärme sicher.

Das Forstmobil besteht aus massiven, 25 Zentimeter dicken Blockbohlen, die einerseits einen guten Wärmedämmwert besitzen, andererseits die mobile Forstbehausung robuster machen. Verwendet wird das Holz der Strobe, eine Kiefernart, die in der Region Südhessen wächst. Die Konstruktion enthält, außer zum Transport, keine Stahlverbindungen und ist damit ressourcenschonend. Eine Holzklappe schützt die großen Fenster vor Vandalismus und dient ausgeklappt als zusätzliche Veranda.

Der behaglich wirkende Innenraum ist mit seiner präzisen Anordnung der Möbel funktional, zudem sorgen Materialität und Ausstattung für eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Beheizt wird das Arbeitszimmer mit einem Stückholzofen, für das Wasser gibt es einen Tank. Die Herstellung des „Forst Mobils“ erfolgt mit Hilfe Computer-gesteuerter Holzbearbeitungsanlagen, das Holz bleibt unbehandelt und kann so später weiterverwendet werden.

„Das Forst Mobil ist ein gelungenes Beispiel für unsere praxisorientierte Ausbildung, bei der aktuelle Anforderungen wissenschaftlich durchdacht werden“, lobt Prof. Dipl.-Ing. Alexander Reichel aus dem Lehrgebiet Baukonstruktion, Nachhaltiges Bauen und Entwerfen am Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt.

Auch Tom Allendörfer von Hessen-Forst ist mit dem Projektergebnis zufrieden: „Nachhaltiges Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz hilft unserem Klima. Im Vordergrund steht die dauerhafte Verwendung des Holzes, um das beim Wachsen aufgenommene CO2 langfristig der Atmosphäre zu entziehen. Wir sind beeindruckt vom Engagement der Studierenden, die mit ihren Projektarbeiten eine innovative Idee haben Realität werden lassen.“ Das „Forst-Mobil“ ist im hessischen Staatswald auf einer Fläche von 342.000 Hektar ab sofort einsetzbar.

Presseartikel auf www.h-da.de
Weitere Bilder vom Bau und auf dem Hessentag