Es gehört zu den Besonderheiten unserer Hochschule, dass gestalterische, konstruktive, technische und theoretische Inhalte und Kompetenzen durchgängig parallel unterrichtet werden. Diese Inhalte sind in klar gegliederten Modulschienen strukturiert. Im Gegensatz zu anderen Hochschulen ziehen sich diese fünf Modulschienen für Architektur (A) und Innenarchitektur (IA) gleichermaßen durch das gesamte Studium, vom Bachelor bis zum Master. Alle Modulschienen sind mit der gleichen Anzahl Credit Points versehen -ausgenommen sind die Projekte aus Entwurf und Planung, die stärker gewichtet werden, da hier die Inhalte der verschiedenen Modulschienen zur Symbiose kommen. 

Grundlagen und Theorie Theorie und Vertiefung


Hier sind Inhalte zusammengefasst, welche eine Voraussetzung für das Denken und Entwickeln von Innenarchitektur und Architektur sind. Diese beinhalten im Bachelorstudiengang die Geschichte und Theorie von Design, Innenarchitektur, Architektur und Stadt sowie die Raumlehre von Innenraum, Architektur und Stadt. Die Studierenden werden zielgerichtet durch diese Module geführt, wobei vor allem die analytischen Fähigkeiten der Studierenden geschult werden. Im Masterstudiengang ist der Bereich von »Theorie und Vertiefung« für Architekten und Innenarchitekten als offene Seminarstruktur angelegt, in der die Studierenden aus einem vielfältigen Angebot überwiegend geschichtlicher, theoretischer und raumkundlicher Angebote wählen können. Es geht nun darum, interessengeleitet und eigenständiger Inhalte zu verfolgen.

Darstellung und Gestaltung


Diese Modulschiene teilt sich in einen »analogen« und einen »digitalen« Zweig, die von beiden Studiengängen überwiegend gemeinsam studiert werden. Zum »analogen Zweig« gehören im Bachelor Programm die Darstellende Geometrie, das Freihandzeichnen und der Themenkomplex Material und Farbe sowie das Planlayout. Im Masterstudiengang geht es verstärkt um Darstellung und Gestaltung als Mittel, einen Entwurf konzeptionell auszuarbeiten und sich in der Darstellung einen eigenen Stil anzueignen. Mischtechniken wie die Überarbeitung von Computerzeichnungen per Hand werden eingeführt. Im »digitalen Bereich« werden im Bachelor die Grundlagen des 2D und 3D Zeichnens vermittelt. Gegen Ende des Bachelorstudiums kommt das Thema des Visualisierens hinzu. Der Masterstudiengang bietet eine Vielzahl von Angeboten vor allem im 3D Bereich, auch hier mit dem Ziel der Integration des Mediums in das entwurfliche Denken.

Konstruktion und Technik


Die Realisierung von Architektur (A) und Innenarchitektur (IA) ist ohne die Kenntnisse von Konstruktion und technischen Zusammenhängen nicht denkbar. Die Komplexität und Vielfalt dieses Bereichs spiegelt sich auch in den Modulangeboten wieder. Beginnend mit den Prinzipien der Konstruktion, ergänzt um Grundlagen der Baustoffe, der Nachhaltigkeit, der Tragwerkslehre und der Haustechnik werden unterschiedliche Konstruktionssysteme wie Massiv- oder Skelettbau und unterschiedliche Ausbaustufen, vom Rohbau bis zum Möbelbau unterrichtet. Zur praktischen Umsetzung kommt die Vermittlung von Grundkenntnissen wie Baumanagement, Projektorganisation oder Baurecht hinzu. Im Bachelor werden die Grundlagen mit zunehmender Komplexität vermittelt. Im Master werden nach einer gemeinschaftlichen repititierenden Phase einzelne konstruktive und energetische Aspekte ver-tieft, die noch einmal mehr verdeutlichen, dass Entwerfen ohne Konstruieren nicht denkbar ist.

Entwurf und Planung


Um die Komplexität von Architektur ein Stück weit zu entschlüsseln und für Studierende handhabbar zu machen, wird im Studiengang Architektur jeweils ein Schwerpunkt auf einen gestalterischen, konstruktiven, programmatischen und stadträumlichen Bereich gelegt. Bei den Innenarchitekten werden verschiedene Funktionsarten, wie z. B. Wohnen, Gastronomie und Handel unterschieden. Die Komplexität der Projekte steigt dabei im Verlauf des Studiums. Im Masterstudiengang wird die Fähigkeit des integrativen Denkens weitgehend vorausgesetzt. Die Entwürfe beinhalten die gesamte Komplexität des Entwerfens: Vom Innenraum und der Kommunikation im Raum über den gesamten Hochbau bis zum Städtebau bietet sich den Studierenden ein Angebot, welches sie individuell vertiefen können.

Wahlpflichtfächer


In der 5. Modulschiene sind die externen Angebote aus dem Fachbereich »Gesellschaft und Soziales« sowie die fachbereichseigenen Vertiefungsmöglichkeiten und Stegreife enthalten. Hier findet sich ein reichhaltiges Programm mit vielfältigen Wahlmöglichkeiten.