Vectorworks CAAD IV & BIM

(BIM) als Arbeitsmethode in Vectorworks Architektur /Designer


BIM  „Building Information Modeling“ (Gebäudedaten-Modellierung). Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden /Bauwerken. Grundprinzip: 3D-Modelle werden mit zusätzlich Informationen verbunden. Diese Informationen können z.B. zu Kollisionsprüfungen, Mengenermittlungen, Simulationen, usw. ausgewertet werden.      Leitfaden BIM für Architekten zum download

Der Begriff Building Information Modeling wurde von Autodesk geprägt, um einen "dreidimensionalen, objektorientierten, AEC-spezifischen computerunterstützten Design-Prozess" zu beschreiben (AEC=Architecture, Engineering and Construction). Dabei wird zwischen einem parametrischen Gebäudemodell und einem intelligenten Gebäudemodell unterschieden. Im parametrischen Gebäudemodell können sämtliche Elemente (Wände, Decken, Bemaßungen, Beschriftungen, Objekte, Schnittlinien, etc.) zueinander in Abhängigkeiten gebracht werden, während beim intelligenten Gebäudemodell die Intelligenz auf einzelne Objekte beschränkt ist. Die internationale Organisation buildingSMART hat das Ziel, offene Standards (openBIM) für den Informationsaustausch und die Kommunikation auf der Basis von Building Information Modeling zu etablieren. Dazu hat buildingSMART ein Basisdatenmodell - die Industry Foundation Classes (IFC) - für den modellbasierten Datenaustausch im Bauwesen entwickelt (Auszug aus Wikipedia). Seit 2013 erfüllt Vectorworks diesen IFC Standard.

Von 1996 bis heute, arbeite ich mit verschiedenen CA(A)D Programmen und seit 2005 lehre ich Vectorworks im Fachbereich Architektur nach dieser Arbeitsmethode, konform zu BIM, indem ein 3D Modell erstellt, objektorientiert, mit intelligenten, parametrisierten Werkzeugen, Symbolen, gearbeitet wird. Sie lernen und arbeiten bereits (BIM) nach dieser Arbeitsmethode und können über den Export eine IFC Datei erstellen. Diese IFC Dateien werden z.B. in Solibri Modell Checker geöffnet, wo das 3D Modell betrachtet, überprüft und ausgewertet werden kann. Ziel ist es, das alle Fachplaner ihre IFC Dateien zu einem Gesamtmodell zusammenfügen. BIM Manager /Berater unterstützen und koordinieren diesen Arbeitsprozess.

Als zusätzlicher Lehrinhalt in meiner geplanten BIM Vectorworkslehre erfolgt die Definition des intelligenten Gebäudemodells, sozusagen eine wiederholte Beschreibung der Ebenenstruktur, was keinen großen zusätzlichen Aufwand darstellt. Vectorworks beinhaltet alle notwendigen Werkzeuge, um ein vollständiges IFC-Modell zu erzeugen. Fast alle Intelligenten Objekte und Architektursymbole in Vectorworks sind bereits als IFC-Objekte markiert und erhalten die notwendigen Daten für den IFC-Export. Mit dem Basiswissen aus dem Kurs Vectorworks Beginner, können Sie bereits effektiv an der Erstellung eines BIM Projekts mitarbeiten, auch ohne weiterführende BIM Kenntnisse. 

Zielsetzung: Vectorworks IV, ab WS19/20 als Selbststudium (BIM-Modell im IFC-Format für Modell-Checking)

PS: Das Blockseminar 4 "Projekt Garage" (VW Beginner) wurde von mir als IFC Format exportiert. Bis auf die Garagentore wurde alles in Solibri Model Checker dargestellt. Das Garagentorsymbol hatten wir selbst erstellt, jedoch keine IFC Daten zugewiesen. Aktiviert man das Garagentorsymbol und klickt auf IFC Daten verknüpfen, weist die IFC Daten der Tür zu, exportiert erneut als IFC, werden auch diese Objekte erkannt und angezeigt. Wer Fragen zu BIM haben sollte, sich bereits in diesem Semester damit auseinandersetzen möchte, kann mich gerne im Büro ansprechen. Um ein fundiertes Basiswissen BIM und einen Kurs in Moodle zu erstellen, bedarf es aus Zeitgründen noch ein Semester, da u.a. bestehende Lehrinhalte aktualisiert werden müssen.