Ausstellung

Der EMOP Berlin

European Month of Photography zeigt die ganze Bandbreite historischer und zeitgenössischer Fotografie und findet vom 1. bis 31. Oktober 2016 statt.

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.... Museen, Kulturinstitutionen, Galerien, Projekträume, Botschaften und Fotoschulen in Berlin und Potsdam präsentieren zahlreiche Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen. Die Fachjury des EMOP Berlin hat in diesem Jahr insgesamt 130 Ausstellungsprojekte von 120 Institutionen für das Festivalprogramm ausgewählt. Klassiker stehen dabei neben Positionen, die auch für Kenner Überraschungen bieten, bekannte Namen neben Nachwuchskünstlern. 

Ab dem 15. September präsentiert der European Month of Photography Berlin unter der neuen Domain www.emop-berlin.eu das Gesamtprogramm des diesjährigen Fotofestivals mit einem Veranstaltungskalender und allen Vernissagen sowie einem vielfältigen Begleitprogramm. Der EMOP Berlin ist außerdem unter #emopberlin zu finden.

In diesem Jahr startet der siebte EMOP Berlin bei C/O Berlin im Amerika Haus. Ausstellungen, Talks, Workshops, Lectures und Screenings zeigen die Vielfalt der zeitgenössischen Fotografie und ihre Protagonisten. Bei den EMOP Opening Days diskutieren über 30 international renommierte Fotografen, Kuratoren, Medienexperten, Archivare und Publizisten in Talks und Panels über "Filtering the Future". Bei den von C/O Berlin kuratierten Book Days präsentieren 35 internationale Verlage ihre neuesten Publikationen in den Räumlichkeiten des Museums für Fotografie und der Helmut Newton Foundation. Ausstellungen, Portfolio Reviews, Workshop Angebote für Kinder und Jugendliche, Konzerte und DJ-Sets, Food Trucks und Party runden das vielfältige Programm der von C/O Berlin kuratierten EMOP Opening Days ab.

Ob Panels, Talks, Book Days, Workshops, Ausstellungen oder Konzerte - zu allen Veranstaltungen der EMOP Opening Days bei C/O Berlin im Amerika Haus sowie beim Museum für Fotografie und bei der Helmut Newton Foundation ist der Eintritt frei. 

Das detaillierte Programm der EMOP Opening Days mit allen Teilnehmern und dem zeitlichen Ablauf ist auf emop-berlin.eu und co-berlin.org veröffentlicht. Die EMOP Opening Days sind im Internet unter #emopOpeningDays zu finden.

Total Records

Vinyl & Fotografie

Bild: 01 Jean-Baptiste Mondino, Prince, Lovesexy, 1988 © Paiseley Park

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C/O Berlin präsentiert vom 10. Dezember 2016 bis 23. April 2017 die Ausstellung Total Records . Vinyl & Fotografie. Die Eröffnung findet am Freitag, den 9. Dezember 2016, um 19 Uhr im Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, statt.

"I do a lot of curiosity buying. I buy it if I like the album cover, I buy it if I like the name of the band, anything that sparks my imagination." Bruce Springsteen

Vier Männer auf einem Zebrastreifen, ein asiatischer Mönch in Flammen, ein hinter einer One-Dollar-Note schwimmendes Baby, eine Skinny-Jeans mit Reißverschluss, eine gelbe Banane im Siebdruck, eine brennende Person beim Handschlag - diese Fotografien haben Generationen von Musikfans zutiefst geprägt. Was wäre nur das Musikalbum ohne Cover? Lediglich eine schwarze, austauschbare Vinylscheibe. Erst das Erscheinungsbild auf der Schutzhülle visualisiert kongenial Musik und Künstler. Es transportiert zugleich Identität und Style, gibt Freiraum für Identifikation und fungiert als banales Instrument der Werbung. Der Wert einer Schallplatte ist vielfach mindestens ebenso stark an das Coverbild geknüpft wie an die musikalische Aufnahme.

Von jeher ist das Medium Fotografie wichtiges Element bei der Gestaltung von Alben. In diesem kreativen Zusammenspiel sind so Vinylplatte und analoge Fotografie zu medialen Sinnbildern des 20. Jahrhunderts geworden. Kein Wunder, dass oft weltweit renommierte Fotografen und Künstler die optische Komponente eines Albums gestalten, die zu Ikonen des Pop werden und sich fest in das kollektive Gedächtnis eingebrannt haben. Mit der Digitalisierung atomisiert sich jedoch das Format zunehmend - mit jedem einzelnen Download sowie durch Online-Streaming verliert das quadratische Coverfoto als Gesamtkunstwerk rasant an Bedeutung.

Anhand visueller Klassiker sowie unbekannter Cover zeichnet die Ausstellung "Total Records" die Musik- und Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts auf einzigartige Art nach - mit zum Teil überraschenden, künstlerischen Zusammenarbeiten zwischen Robert Frank und The Rolling Stones, Bernd & Hilla Becher und Kraftwerk, Helmut Newton und INXS, Herb Ritts und Madonna, Annie Leibovitz und Cindy Lauper, Nobuyoshi Araki und Björk, Jeff Wall und Iggy Pop, Anton Corbijn und U2, William Klein und Serge Gainsbourg, Weegee und George Michael, Jean-Paul Goude und Grace Jones, Irving Penn und Miles Davis, Ryan McGinley und Sigur Ros. Als Experimentierfläche für fotografische Techniken und künstlerische Strömungen hinterließen auch bildende Künstler wie Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Dieter Roth, Pipilotti Rist oder Fischli/Weiss ihre Spuren auf Vinyl.

Die Ausstellung ist in thematische Kapitel unterteilt, die verschiedene Aspekte dieser speziellen Kunstform zwischen Musik und Fotografie beleuchten. So werden Schnittstellen und Begegnungen aufgezeigt, durch die erst Musik und Konzept eines Albums in originale und originelle visuelle Kreationen übersetzt wurden. Viele Cover waren gar keine Auftragsarbeiten, sondern dieMusiker selbst durchstöberten auf der Suche nach dem treffenden Motive die gesamte Bildgeschichte. Interessant ist auch, dass oft ikonische Albumbilder selbst gecovert werden und so durch bewusste visuelle Referenzen und humoristische Zitate künstlerische Verbindungen aufgezeigt werden. Zu nackt, zu brutal, zu provokant - immer wieder suchten Musiker über Bilder Skandale und kamen durch Zensur in die Schlagzeilen. Gleichzeitig dienten Schallplattencover immer auch dazu, einen bestimmten politischen Standpunkt zu vertreten: So wird das Album zu einem wichtigen Propagandainstrument, beispielsweise gegen den spanischen Bürgerkrieg beziehungsweise für den palästinensischen Widerstand und die kubanische Revolution. Bei Genres wie etwa Jazz steht nicht die Schaffung von Images einzelner Künstler, sondern oft die Strahlkraft des jeweiligen Labels als Ganzes oder eine spezielle Serie von Releases im Vordergrund.

C/O Berlin präsentiert zum ersten Mal in Deutschland die Ausstellung mit ca. 500 Exponaten, die das vielseitige Zusammenspiel zwischen Fotografie und Musik von den 1960er bis in die 2000er Jahre aufzeigt. Diese visuelle Kompilation wurde von Antoine de Beaupré, Serge Vincendent und Sam Stourdzé kuratiert.

Öffnungszeiten täglich . 11 bis 20 Uhr
Eintritt 10 Euro . ermäßigt 6 Euro

Ort C/O Berlin . Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24 . 10623 Berlin

Veranstalter C/O Berlin Foundation
www.co-berlin.org